Chinesische Kampfkunst

Chinesische Kampfkunst

Die Ursprünge der Kampfkünste in China liegen mehr als 3.000 Jahre zurück. Schon auf Keramiken und Wandmalereien um 1.400 v.Chr. werden
Kampfkunstszenen dargestellt. Eine wichtige historische Person tritt im 6.Jahrhundert n. Chr. in China in Erscheinung. Es handelt sich dabei um einen indischen Mönch namens Damo, besser bekannt als Bodhidharma. Bodhidharma erkannte bald, daß es den meisten buddhistischen Mönche aufgrund ihrer schlechten körperlichen Verfassung schwerfiel, sich noch auf die Meditation zu konzentrieren. Also begann er die Mönche des Shaolin-Klosters, zur Förderung ihrer Gesundheit und Einklang von Körper und Geist, in Bewegungsabläufen zu unterrichten, die zum größten Teil aus chinesischen und
indischen Kampfkünsten stammten.
Praktisch alle heute bekannten Kampfkünste stammen in verschiedenen Weisen vom Shaolin- Kung-Fu ab. Es wird gelehrt mit den Schwerpunkten Wurftechnik, Waffentraining, Selbstverteidigung, Atemtechnik, Meditation, Abhärtung und Freikampf. Das Wort Kungfu könnte man in etwa mit "schwierige Übung" übersetzen. Es ist ein Oberbegriff für verschiedene chinesische Kampfsportarten. Wie zum Beispiel für Wu Shu ,Tai Chi und Shui Chiao und Wing Chun. Wing Chun ist eine unkompliziertere Form von Kungfu. Dazu haben wir noch eine Geschichte, wie es sich entwickelt hat.
In der nördlichen chinesischen Provinz Henan stand der Tempel des Shaolin, das Zentrum des Kung Fu. Doch am Beginn des 17 Jahrhunderts wurde der Tempel bis auf die Grundmauern niedergebrannt und es gab nur fünf Überlebende der Katastrophe - darunter die Nonne Ng Mui. Als politisch verfolgte flüchtete sie und versteckte sich im daoistischen Tempel am Berg Tai Leung. Am Fuße des Berges lebte das arme, aber sehr hübsche Mädchen Yim Wing Chun. Ihr Vater verkaufte dort einfache Lebensmittel und Ng Mui war dort Kundin. Eines Tages fand Ng Mui das Mädchen Yim Wing Chun weinend vor. Der
ortsbekannte Verbrecher Tiger Wong wollte sie zu seiner Frau nehmen. Seit sie ihn abgewiesen hatte, da sie einen anderen liebte, machte Tiger Wong ihr
und ihrer Familie das Leben schwer und setzte sie furchtbar unter Druck. Ng Mui gab Yim Wing Chun den Rat von ihm eine Frist von sechs Monaten zu verlangen, bevor sie seine Frau werde. Tiger Wong war einverstanden. Ng Mui begann nun das junge Mädchen in einem Kung Fu-Stil mit Namen "mui fa chuan" zu unterrichten. Yim Wing Chun erwies sich als hervorragende Schülerin, doch bald erkannte sie, dass manche Techniken zu kraftaufwendig für eine Frau waren . Also vereinfachte sie den Stil und machte ihn unkomplizierter und effizienter. Nach Ablauf der Frist trat sie vor Tiger Wong und sagte ihm, daß er zuerst gegen sie kämpfen müßte, damit sie sehen konnte was er für ein Mann war. Mit einem lautem Lacher willigte er ein - das Lachen verging ihm sehr schnell als sie ihn besiegt hatte. Ein neuer Kampfstil war geboren und trug fortan den Namen Wing Chun (bedeutet übersetzt etwa. " immerwährender Frühling"). Yim Wing Chun konnte jetzt den Mann heiraten den sie wirklich liebte. Er wurde von ihr in der neuen Kampfkunst unterrichtet.
Wing Chun wurde bis in das 20 .Jahrhundert von Meister zu Schüler immer weitergegeben.
Und 1956 wurde es nach Europa gebracht.
Die Waffen der chinesischen Kampfkunst sind vielfältig. Nach dem Volksmund gibt es 18 Waffen. Die langen Waffen sind Pallasch, Speer, Stock usw.
Der Speer ist eine wichtige Waffe unter den langen Waffen, und er wird als "König aller Waffen" bezeichnet. Unter allen Waffen ist der Speer am schwersten zu halten. Das Schwert gehört zu den kurzen Waffen und wird als "König aller Waffen mit beiden Schneiden" betrachtet. In der alten Zeit war das Schwert die beste Waffe für die Selbstverteidigung. Hier haben wir als Beispiel noch ein Schwert dabei.

China legt großen Wert auf die Entwicklung der Kampfkunst. Sie wird einerseits als Massensport getrieben, andererseits in Leistungssport aufgenommen. Zudem ist die Kampfkunst ein Bestandteil des Schulssports geworden. In der chinesischen Kampfkunst sind die Geschicklichkeit und die Tugend der Kunst gleich wichtig. Als ein wichtiges kulturelles Erbe der Menschheit gehört sie auch der Welt.


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